Strain-Counterstrain nach Dr. Jones |
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Spontanheilung mit KomfortDiese sanfte manuelle Behandlungsmethode wurde von dem Amerikaner Dr. Lawrence H. Jones entwickelt, der seit 1936 als Arzt und Osteopath in Oregon, USA, tätig war. Es begann im Jahr 1955 mit einem scheinbar zufälligen Behandlungserfolg. Ein junger Mann kam zu Dr. Jones wegen seiner starken Kreuzschmerzen, die trotz der bisherigen chiropraktischen Manipulationen bestehen blieben. Auch etliche osteopathische Behandlungen durch Dr. Jones, der eine Blockierung Höhe LWK 2 und einen hypertonen Psoas fand, veränderten das Beschwerdebild nicht. Schließlich bat der Patient, der nun seit drei Monaten vor Schmerzen nicht gerade stehen und nicht länger als 15 min. am Stück schlafen konnte, Dr. Jones möge ihm zumindest eine Schlafposition zeigen, in der er schmerzfrei liegen könne. Zusammen konnten sie nach einigem Probieren eine Position finden, in der der Patient schmerzfrei lag. Da die geplante Behandlungszeit vorüber war, sagte Dr. Jones zu seinem Patienten, er solle so liegen bleiben, während er im Nebenraum den nächsten Patienten behandle, und sich die Position einprägen. Als Dr. Jones nach 20 Minuten zurückkam und den jungen Mann langsam aus der Position wieder aufrichtete, stellten beide erstaunt fest: Der Patient konnte sich wieder vollständig aufrichten und fast schmerzfrei bewegen! Auch die gelenkigen und muskulären Dysfunktionen waren verschwunden. Die nächsten Jahre verbrachte Dr. Jones mit der Erforschung der Zusammenhänge und Präzisierung der Techniken. Dabei entdeckte er typische druckschmerzhafte Punkte (Tenderpoints), die mit Störungen in bestimmten Muskeln und Gelenken korrelieren. Zum Teil liegen diese Punkte auf der Körperrückseite. Später fand Dr. Jones heraus, dass es ebenso oft Punkte auf der häufig vernachlässigten Körpervorderseite gibt. Die Spannung und Schmerzhaftigkeit lässt bei der Positionierung für den Patienten und Behandler spürbar spontan nach und stellt daher einen guten Indikator für die nötige Stellung mit maximalem Komfort dar. Dr. Jones fand empirisch heraus, dass bei optimaler Positionierung die nötige Zeit pro Punkt nur 90 Sekunden beträgt. Mit einem taktisch klugen Vorgehen und der Behandlung der wichtigsten Tenderpoints liegt die benötigte Gesamtbehandlungszeit mit etwas Routine in der Regel bei 5 bis 10 Minuten. Die Methode STRAIN-COUNTERSTRAIN benutzt als einzige überhaupt ausschließlich indirekte Techniken, die der homöopathischen Ähnlichkeitsregel auf körperlicher Ebene entsprechen. Sind z. B. Schmerzen durch einen Unfall oder Sturz bedingt, so findet der Therapeut eine Position mit spontaner Besserung der Beschwerden, die der Körperhaltung beim Unfall bzw. Sturz ähnlich ist. Ein anderes Beispiel: Jemand ist eine zeitlang in gebückter Haltung; beim schnellen Aufrichten schießt plötzlich ein Schmerz in den Rücken ein. Die Rückenstrecker-Muskeln üben beim plötzlichen Aufrichten einen Zug (engl. strain) auf die antagonistischen Hüftbeugemuskeln aus, die mit einem Gegenzug (engl. counterstrain) reagieren. Es kommt zu einem erhöhten Tonus und einer Verkürzung der Hüftbeugemuskeln sowie zu einer Schmerzprojektion in die Agonisten (Rückenstrecker). Die betreffende Person nimmt automatisch eine Schonhaltung in gebeugter Stellung ein. Mit der Methode STRAIN-COUNTERSTRAIN findet man nun Tenderpoints in den Hüftbeugern und behandelt diese in einer gebeugten Stellung mit maximaler Schmerzfreiheit, häufig ähnlich der Stellung vor dem ersten Schmerzreiz. Dabei werden die Muskelspindeln neu programmiert, die erhöhte Spannung reduziert sich. Nach langsamer passiver Rückkehr ist im Idealfall eine Bewegung in jede Richtung wieder möglich, die Schmerzen sind verschwunden oder deutlich reduziert. Direkte Techniken sind weitverbreitet in der manuellen Medizin. Ist ein Wirbel in Linksrotation blockiert, wird versucht, ihn in Richtung Rechtsrotation zu manipulieren oder zu mobilisieren. Ist ein Muskel verkürzt, wird versucht, ihn zu dehnen oder zu massieren. Dies entspricht einem allopathischen Prinzip und ist gegen das Symptom gerichtet. Indirekte Techniken sind in der manuellen Medizin selten zu finden. Ist ein Wirbel in Linksrotation blockiert, wird er noch weiter in die Linksrotation gebracht. Ist ein Muskel verkürzt, wird er noch weiter in die Verkürzung bewegt. Nach einer kurzen Weile in optimaler Position kommt es zu einer spontanen Lösung. Dies entspricht einem homöopathischen Prinzip und funktioniert genauso wie das allopathische. Die Methode STRAIN-COUNTERSTRAIN benutzt ausschließlich indirekte Techniken und hat folgende Vorzüge:
Die Methode STRAIN-COUNTERSTRAIN können Sie bei uns in 2½-tägigen Wochenendseminaren (Fr. 14:00 Uhr bis So. 16:00 Uhr) erlernen. Die Methode Strain-Counterstrain gilt derzeit weder als "schulmedizinisch anerkannt" noch als "wissenschaftlich bewiesen". Weitere Links zum Thema: |
| © 1999-2008, Seminarorganisation Heiko Lehmann | ||
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Letzte Aktualisierung: 21.01.2008